7 Wonders of the Ancient World

Antikes Knobelvergnüngen

7 Wonders of the Ancient World ist ein Puzzle Spiel, das im Jahr 2008 für Playstation Portable und eine Reihe weiterer Spieleplattformen veröffentlicht wurde. Es wurde von MumboJumbo entwickelt und von Codemasters unter dem Publishinglabel Funsta auf den Markt gebracht.

Das Spiel entführt die Spieler auf eine historische Reise, bei der sie durch Lösen von Puzzle-Spielfeldern die sieben Weltwunder der Antike errichten. Diese berühmten Bauwerke umfassen unter anderem den Leuchtturm von Alexandria, die Pyramiden von Gizeh und den Koloss von Rhodos. Jeder Abschnitt des Story Modes ist einem anderen antiken Weltwunder gewidmet und variiert optisch entsprechend des historischem Themas.

7 Wonders of the Ancient World bietet klassisches „Match-3“ Puzzle-Gameplay und ergänzt dieses um taktische Elemente. Spieler müssen farbige Runen so anordnen, dass mindestens drei gleiche Runen in einer Reihe liegen, um sie vom Spielfeld zu entfernen. Doch damit nicht genug: durch das Entfernen werden Bausteine freigesetzt, die benötigt werden, um die Weltwunder zu errichten. Fleißige Arbeiter am unteren Bildschirmrand tragen sie anschließend zur Baustelle. Erst wenn alle Bausteine auf dem Spielfeld eingesammelt sind, lässt sich der Levelabschnitt erfolgreich beenden.

Screenshots

Meinung

Zugegeben: 7 Wonders of the Ancient World wirkt auf den ersten Blick wie ein billiges Puzzle Spiel aus der Blütezeit der Casual Games. Und in mancher trifft dies auch zu. Doch mir persönlich hat der Titel beim Spielen überraschend viel Vergnügen bereitet. Bei Puzzle Spielen kommt es schließlich weder auf beeindruckende Grafik noch eine tiefgreifende Story an! Das Kern-Gameplay muss einfach Spaß machen – und in dieser Disziplin kann 7 Wonders of the Ancient World wirklich punkten.

Grundsätzlich bietet 7 Wonders of the Ancient World das bekannte „Match-3-Puzzle“ Gameplay: drei gleichartige Runen müssen zusammengelegt werden damit sie sich auflösen. Doch es gibt einen besonderen Kniff! Jedes aufgelöste Feld sprengt einen Steinbrocken aus der Wand, welcher dann zur Errichtung des Bauwerks genutzt wird. Wildes kombinieren auf beliebigen Feldern bringt einen also nicht weiter, sondern gefragt ist Kombinieren mit System! Zudem muss ein einzigartiger Eckstein bis ganz nach unten auf dem Spielbrett gebracht werden, damit das Bauvorhaben (der Level) abgeschlossen werden kann. Mit genau diesen speziellen Mechaniken bringt das Knobelspiel tatsächlich einen ganz eigenen Akzent in das vielfach bekannte Spielprinzip ein.

Hat man sich mit den Basismechaniken vertraut gemacht, gibt’s noch weitere Gameplay-Details zu entdecken. Wie bei vergleichbaren „Match-3-Puzzle“ Spielen besteht die hohe Kunst in der Bildung von längeren Ketten aus vier oder noch mehr gleichfarbigen Runen. Durch diese Züge erscheinen dann besondere Power-ups, die wiederum komplette Reihen auf dem Spielfeld leeren können. Es ist jedes mal einfach ein herrliches Gefühl, wenn man diese Spezialaktionen zündet und gefühlt das halbe Spielbrett auflöst!

Abgesehen vom motivierenden Gameplay, ist auch die Präsentation des Knobelabenteuers sehr gelungen. Bunte Farben und niedliches Comic-Design sprechen junge wie alte Spieler gleichermaßen an. Charmantes Detail: in den Optionen liest man über die Hintergründe der antiken Bauwerke nach. Wer sich also ein bisschen für die Geschichte der verlorenen Weltwunder interessiert, findet hier einen direkten Einstieg.

Hinzu kommt, dass der Schwierigkeitsgrad im Story Mode absolut in Ordnung geht. Jedes Level muss zwar innerhalb eines Zeitlimits abgeschlossen werden, doch der eingesetzte Timer ist sehr fair gestaltet und bringt halbwegs geübte Spieler kaum in Bedrängnis. Erst in späteren Levels bin ich tatsächlich ins Schwitzen gekommen, um innerhalb des Zeitlimits alle Steine abzuräumen. Zum Glück hatte ich genügend Extra-Leben!

Der Umfang des Titels ist in meinen Augen bestenfalls zufriedenstellend und damit auch mein einziger wirklicher Kritikpunkt am Spiel. Ungefähr 6-7 Spielstunden reichen aus, um die Hauptkampagne zu beenden und alle antiken Bauwerke einmal zu vollenden. Das macht zwar tierisch Laune – doch das war’s im Grunde schon. Der „Runen Quest“ Modus bietet eine leicht abgewandelte Spielvariante, die aber nur bekannte Level bietet und damit kaum neues beinhaltet.

Box Art

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert